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BETRIEBSWOHNUNGEN IM QUARTIER KAMPSREDDER

Aktualisiert: Jan 24

Firmen setzen wieder auf Betriebswohnungen – interessant für Reinbeker Unternehmen?

Ein neues Steuergesetz macht diese Arbeitgeberleistung seit dem 01.01.2020 wieder attraktiv.

Eine Million Wohnungen fehlen in Deutschland. Gerade in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Dieser Umstand hat direkten Einfluss auf die lokale Wirtschaft, denn ortsansässige Unternehmen haben Probleme, Ihre Mitarbeiter aufgrund der hohen Mietkosten örtlich anzusiedeln. Dies Problem betrifft auch Reinbeker Betriebe.

Die Betriebswohnung wird (wieder) attraktiv für Unternehmen, um Mitarbeiter in hochpreisigen Gebieten zu halten und anzuwerben. Durch eine neue gesetzliche Regelung im Rahmen des Einkommenssteuerrechts gibt es ab dem 01.01.2020 Steuererleichterungen für die verbilligte Überlassung von Wohnraum durch Unternehmen an Mitarbeiter. So können Mitarbeiter Wohnraum für zwei Drittel des ortsüblichen Mietwerts vom Arbeitgeber anmieten, ohne einen geldwerten Vorteil versteuern zu müssen. Hierdurch wird ein steuerlicher Anreiz geschaffen, verstärkt Betriebswohnungen zur Verfügung zu stellen. Unternehmen, die neben einem guten Gehalt also auch noch günstigen Wohnraum bieten können, sind gegenüber der Konkurrenz deutlich im Vorteil. Zudem wirkt sich die räumliche Nähe zum Betrieb verkehrsmindernd aus, auch ein nicht zu verkennender Vorteil.

Für Arbeitnehmer:

Wenn die Voraussetzungen des neuen § 8 Abs. 2 S. 12 EStG erfüllt sind, bleibt für die verbilligte Überlassung einer Wohnung ein geldwerter Vorteil ggf. außer Ansatz.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

· Es muss sich um eine Wohnung handeln, die dem Arbeitnehmer zu eigenen Wohnzwecken vom Arbeitgeber überlassen wurde.

· Das vom Arbeitnehmer gezahlte Entgelt muss mindestens zwei Drittel des ortsüblichen Mietwerts betragen.

· Der ortsübliche Mietwert darf nicht mehr als 25 € pro Quadratmeter (Nettokaltmiete) betragen. Wird diese Grenze überschritten, ist der Bewertungsabschlag nicht anzuwenden.

Das Gesetz sieht eine feste Mietobergrenze von 25 Euro je Quadratmeter vor. Sie bezieht sich auf den ortsüblichen Mietwert ohne die nach der BetrKV umlagefähigen Kosten. Die Mietobergrenze soll verhindern, dass Luxuswohnungen steuerbegünstigt vermietet werden.

Bei Beispiel:

Ein Arbeitnehmer bewohnt eine vom Arbeitgeber für 720 Euro überlassene 2-Zimmer-Wohnung mit 65 qm. Die umlagefähigen Nebenkosten betragen zusätzlich 220 Euro. Aufgrund des örtlichen Mietspiegels beträgt die niedrigste Nettokaltmiete für eine vergleichbare Wohnung 15 Euro pro Quadratmeter.

Beurteilung:

Der Bewertungsabschlag kann ab 2020 angewendet werden. Der Quadratmeterpreis von 15 Euro überschreitet die 25-Euro-Grenze nicht. Der ortsübliche Mietwert beträgt also 1.275 Euro (15 Euro x 65 qm + 300 Euro Nebenkosten). Der Bewertungsabschlag beträgt ein Drittel von 435 Euro. Damit beträgt die maßgebliche Vergleichsmiete also 840 Euro.

Der Arbeitnehmer bezahlt insgesamt mit Nebenkosten 940 Euro und somit um 100 Euro mehr als die maßgebliche Vergleichsmiete. Es ergibt sich somit kein geldwerter Vorteil. Wäre der Ansatz nach dem ortsüblichen Mietwert ohne Bewertungsabschlag erfolgt, hätte sich ein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil von 335 Euro ergeben.

Für die Sozialversicherung gilt der besondere _steuerliche Bewertungsabschlag allerdings nicht. Hier gilt weiterhin die Berechnung des Vorteils nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung.

Für Arbeitgeber

Bei einer Anmietung von Wohnungsbeständen ergeben sich für den Arbeitgeber laufende Aufwendungen in Form der Mietzahlungen an das Wohnungsunternehmen. Im Mietvertrag zu klären ist, ob eine Bruttomiete oder eine Nettomiete zzgl. Nebenkosten (wie Grundsteuer, öffentliche Gebühren u.W.) vereinbart wird. Die Mietaufwendungen des Arbeitgebers mindern sein Jahresergebnis und damit auch das zu versteuernde Einkommen. Bei der Gewerbesteuer sind die Mietaufwendungen gemäß § 8 Nr. 1 e GewStG mit 50% als Finanzierungsanteil hinzuzurechnen. Die Vermietung von Wohnungen durch den Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer ist gemäß § 4 Nr. 12 a UStG umsatzsteuerfrei, es sei denn, die Wohnungsüberlassung erfolgt hotelmäßig. Das Wohnungsunternehmen könnte als Dienstleister für den Arbeitgeber die Abwicklung des Mietverhältnisses betreuen. Diese Betreuungsleistung ist umsatzsteuerpflichtig. Dem Arbeitgeber steht daraus kein Vorsteuerabzug zu, weil die bezogene Leistung im Zusammenhang mit der umsatzsteuerfreien Wohnungsvermietung steht.


Wir würden uns freuen, wenn uns in Reinbek ansässige Unternehmen möglichen Bedarf an Betriebswohnungen an bedarf@wohnbauer.com mitteilen würden.


Herzliche Grüße

Ihre Wohnbauer




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